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Seite 13 Städtli-Zytig 10/2018 Operettenbühne Bremgarten führt «Paganini» auf Operettenfamilie richtet für Leckerbissen an Die Operette in drei Akten von Franz Lehár entstand 1925. Lehár wollte dem Violinvirtuosen Niccolò Paganini ein Denkmal setzen. Die Geschichte spielt zur Zeit Napoleons Anfang des 19. Jahr- hunderts. Die Operettenbühne erzählt sie vom 23. März bis 25. Mai in 24 Auf- führungen. «Gern hab ich die Fraun’ geküsst» oder «Nie- mand liebt dich so wie ich». Arien wie diese sind Operettenfans bestens bekannt. Doch können sie sie dem entsprechenden Werk zuordnen? Inszenierungen des anspruchs- vollen «Paganini» sind eine Rarität. Die Ope- rettenbühne Bremgarten stellt sich zuver- sichtlich und mit grosser Freude dieser Herausforderung. Viel Professionalität gefordert Die Zuversicht des Vereinsvorstandes unter Leitung von Myriam Rufer-Staubli gründet auf der professionellen Besetzung, die auf der Bremgarter Bühne mittlerweile Stan- dard ist. Viele bewährte Kräfte mindern das Risiko, welches eine eher unbekannte Ope- rette immer mit sich bringt. Angefangen bei den Hauptprotagonisten Paganini und Fürs- tin Anna Elisa, die von Tenor Daniel Zihl- mann und Sopranistin Cecilia Berglund verkörpert werden. Weitere aus früheren Produktionen bekannte Solisten sind Mela- nie Wurzer, Erich Bieri und Urs Mühlethaler. Für die Regie zeichnet wieder Paul Suter ver- antwortlich, für die Choreografie Patrizia Aimi. Die Leitung des weiterhin mit Profi­ musikern besetzten Orchesters teilen sich wie bewährt Andres Joho und Christof Brun- ner abwechselnd auf. «Mit einem Laienor- chester könnte die Operettenbühne diese Herausforderung nicht bestehen», betont Daniel Zihlmann. «Paganini» sei in jeder Be- ziehung kein Stück für Anfänger. Mit ihm freut sich Cecilia Berglund auf eine weitere Spielsaison im Casino, ihre dritte. Nebst dem hohen künstlerischen Niveau nennt sie die- sen Erfolgsmotor der Bremgarter Bühne: «Die kollegiale, familiäre Stimmung unter al- len Beteiligten fügt sich zu einem harmoni- schen Erlebnis, das sich auch dem Publikum mitteilt.» Der Geigenvirtuose und Napoleons Schwester Eine Besonderheit dieser Lehár-Operette ist der wahre geschichtliche Hintergrund. Der Violinvirtuose Paganini und die Fürstin Elisa Maria sind keine Fantasiefiguren. Sie war die Schwester Napoleons, er ein Musiker, mit dessen Biografie sich die Besucherinnen und Besucher der Operettenbühne im Inter- net vertraut machen können. Sehr authen- tisch seien diese Figuren, freuen sich Daniel Zihlmann und Cecilia Berglund. Diese Cha- raktere in den Rollen herauszuarbeiten, wer- de viel Freude bereiten. Die Premiere findet am Samstag, 23. März, um 19 Uhr statt. Bis 25. Mai folgen 23 weitere Aufführungen. Online hat der Ticket-Vorver- kauf eben begonnen: www.operette-brem- garten.ch. Ab sofort kann auch die Bestell- karte auf dem Flyer benutzt werden, der in den Versand gegangen ist. Am 11. Februar beginnt der Telefonvorverkauf unter der Nummer 056 640 03 05, jeweils am Montag, Mittwoch und Samstag von 9 bis 11 Uhr. Die Operettenbühne bietet diverse Aktio- nen an. 10 Prozent Rabatt für Gruppen ab 20 Personen. U18: Rückvergütung von 10 Franken an der Abendkasse bei Vorweisen des Tickets und des Ausweises. Schulklas- sen: In Begleitung einer Lehrperson 50 Pro- zent (Parkett-Tickets und ausgenommen Samstag/Sonntag). Special-Events für Grup- pen: Einführungen mit Cüpli, Apéros und Es- sen vor oder nach der Vorstellung. --gla Daniel Zihlmann und Cecilia Berglund verkörpern die Rollen des Paganini und der Fürstin Anna Elisa.

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