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Seite 24 Städtli-Zytig 10/2018 Vom Donnerstag, 6., bis Sonntag, 9. De­ zember, findet der 24. Christchindli-Märt statt. Der Vorstand setzt auf Bewährtes und baut dieses noch aus. 2017 investierte der Christchindli-Märt 80000 Franken für eine neue Beleuchtung. Die Kos- ten wurden durch Sponsoren, die Stadt und den Verein getragen. Dieses Jahr soll diese in die hinteren Gassen erweitert werden. Zu- dem werden damit drei grosse Bäume in der Marktgasse, bei der Wetterstation und beim Schellenhausplatz geschmückt. Die dazu nötigen Investitionen betragen total 25 000 Franken, die der Verein selber stemmt. Hermetschwiler Pfarrschüür auf Tassen «Die Durchführung des Marktes kostet uns jeweils etwa 300000 Franken», erklärt Ro- bert Lightowler. Er ist im Verein zuständig für die Finanzen. «Die Ausgaben sind jeweils konstant, die Einnahmen aber wetterbe- dingt.» Letzteres machte dem Christchindli- Märt vor einem Jahr am Sonntag einen sprichwörtlichen Strich durch die Rechnung. «Wir verzeichneten zum ersten Mal über- haupt einen Verlust. Dieser Betrug 12 500 Franken», so Lightowler. «Wir haben uns aber in all den Jahren ein gutes finanzielles Polster aufgebaut.» Wichtigste Einnahmequelle des Vereins ist der Verkauf von Glühwein. Dieses Jahr wer- den zum ersten Mal alle Stadträte am Glüh- weinstand arbeiten. Stadtammann Ray- mond Tellenbach hilft zusammen mit seinem Sohn bei der Herstellung mit. Be- kannt sind die dazugehörigen Tassen. Diese zeigen jedes Jahr ein anderes Motiv. Zum zweiten Mal kommt ein Gebäude in Hermet- schwil zu Ehren. «Letztes Jahr war das Klos- ter darauf abgebildet», erklärt Vereinspräsi- dentin Ursula Lightowler. «Das Pfarrschüürli auf der 2018er-Tasse ist ein kleines niedliches Häuschen in der Nähe des Friedhofs.» Viele würden diese Tassen sammeln. «Für Besu- cher, die alle haben möchten, gibt es immer noch alte Tassen im Christchindli-Büro oder beim ‹El Mosquito›.» Besucher aus Italien Nichts verdient der Verein beim Verkauf der Marktplaketten. «Die Einnahmen werden der Integra Freiamt gespendet», erklärt die Präsidentin. «Ein kleiner Betrag pro Plakette geht auch an die Schüler, die sie verkaufen.» Dies würde nicht mehr im Klassenverbund gemacht und das Geld sei nicht mehr für die Klassenkassen. «Es dürfen deshalb auch an- dere Kinder mitmachen. Ich habe aber von einigen Jugendlichen erfahren, dass sie ihre Einnahmen freiwillig in die Klassenkassen einbezahlt haben.» Rund 300 Marktfahrer werden den Markt mit ihren Produkten zu etwas Speziellem machen. Marktchef Walter Friedli liest diese mit viel Bedacht aus. «Ich möchte einen at- traktiven Produktemix. Deshalb wird zum ersten Mal ein Stand mit schönen Töpfer­ waren aus Deutschland präsent sein.» Und Friedli schmunzelt: «Ich wollte den unbe- dingt dabeihaben.» Damit die Stände wieder schön dekoriert werden, führt der Verein einen Wettbewerb durch. Der schönste Verkaufsstand gewinnt 500 Franken. Die Jury ist dazu am Donners- tagnachmittag und -abend unterwegs. War der Markt bisher am Sonntag jeweils bis 19 Uhr geöffnet, wird er dieses Jahr bereits um 18 Uhr geschlossen. «Die Besucherzahlen lassen in der letzten Stunde sehr nach», so Friedli. «Deshalb halten wir diesen Entscheid für richtig.» Stolz ist der Verein über die vielen Carunter- nehmer, die den Markt teilweise mehrmals anfahren. «Letztes Jahr waren es total 130, was unter dem Schnitt von 150 bis 160 lag», weiss Brigitte Caprez. «Die Cars kommen aus der ganzen Schweiz und auch aus Italien.» Besonders bei Besuchern aus der Region Milano sei der Bremgarter Christchindli-Märt beliebt. Als Premiere hat sich erstmals ein Car mit 40 Personen aus Rom angekündigt. Passendes Wetter erwünscht Ursula Lightowler weist auf das kulturelle Rahmenprogramm hin, das im alten Zeug- haus viele Leckerbissen bieten wird. «Ich freue mich zum Beispiel auf die Aufführung der ‹Chlii Zäller Wiehnacht› am Freitag- abend.» Vor allem hofft der Christchindli- Märt-Vorstand auf passendes Wetter, das die Besucher wieder von weit her ins Reuss­ städtchen strömen lässt. --rwi Der Christchindli-Märt investiert in die Dekoration Neue Beleuchtung «wächst» in die hinteren Gassen Die Weihnachtsbeleuchtung, die seit 2017 das Reussstädtchen schmückt, verzaubert die Christchindli-Märt-Besucher von Neuem.

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