SZ_1019

Seite 5 Städtli-Zytig 10/2019 Diese Monats-Kolumne wurde gesponsert vom Einkaufscenter Sunnemärt, Bremgarten L ieber Glöckner. Immerzu gerate ich an die falschen Männer. Schon wieder musste ich es erleben, dass ein Partner nicht schnell ge- nug Reissaus nehmen konnte. Mir scheint, als ob ein jeder nur am körperlichen Vergnügen mit mir interessiert sei. Ich bin 21 Jahre alt und hatte bis anhin drei Beziehungen, wobei keine länger als sechs Monate andauerte. Nun kommt die Weihnachtszeit, das Fest der Liebe, und in dieser Zeit will ich auf gar keinen Fall alleine sein. Ich bin weder attraktiv noch bin ich kommunikativ. Ich besitze keine besondere Gabe, bin eher unterdurchschnittlich intelli- gent und glänze nicht auf der Tanzfläche. Ergo, ich bin ein Mauerblümchen in meinem ganzen Sein. Wäre ich clever, man würde mich als Nerd klassieren. Hilfst Du mir, den Märchen- prinzen auf dem bescheuerten Schimmel auf- zuspüren? Und wo sind eigentlich die ver- dammten drei Nüsse? Kannst Du mir eine Annonce in der Städtli-Zytig verfassen oder mir wenigstens sagen, was ich tun soll, um den einen Richtigen, diesen dämlichen Mister Per- fect zu finden? Mit hoffnungsvollen Grüssen. Jessica. D as Schreiben – vor einigen Tagen im Briefkasten gefunden – hat mich erfreut und erschreckt: Wie Sie bestimmt erahnen, bin ich weder die liebe Martha noch Doktor Som- mer. Somit fühle ich mich nicht in der Lage, dem Mädel helfen zu können. Natürlich ist es schön, um Hilfe gebeten zu werden, doch als Einzelgänger im Glockenturm bin ich der fal- sche Adressat. Was war zu tun? Ich überlegte, den Brief an den Nikolaus weiterzugeben. Die- ser zog letzten Samstag mit mächtigem Gefol- ge an meinem Turm vorbei. Der nette Mann mit weissem Bart und rotem Gewand grüsste damals zwar freundlich, hatte jedoch keine Zeit, sich um meine Belange respektive jene von Jessica zu kümmern und somit blieb ich darauf sitzen. L eider muss ich gestehen, ihr Problem nicht zu verstehen: Muss man sich nicht erst sel- ber lieben, bevor man geliebt werden kann? Die junge Dame scheint ihre ganze Selbstbe- stätigung in Partnern zu suchen. Sie lechzt nach Anerkennung und erntet Hohn und Spott, was ihre negative Selbstwahrnehmung ver- stärkt. Müsste sie sich nicht einfach von einer anderen Seite betrachten? Von ihrer schönen Seite, welche nicht verwundet ist? W enn ich mich beim Kartoffelnrüsten in den Finger schneide, so tut das zwar ver- dammt weh, betrifft jedoch nur meine Finger- kuppe. Der Rest von mir bleibt unversehrt und ist logischerweise schmerzfrei. Gäbe ich dem klitzekleinen Schnitt keine Aufmerksamkeit, würde ich dann leiden? Meiner Erfahrung nach kann ich dann den Unfall nüchtern be- trachten. Ich habe mich verletzt, also muss ich die Blutung stoppen und mich verbinden, um weiter zu funktionieren. D er Fingerschnitt der jungen Dame ist von psychischer Natur. Bestimmt ist sie nett und clever wird sie auch sein. Sie ist es aber gewohnt, sich selbst als schwach zu betrachten und gerät demnach an Herren, welche diese Schwäche hervorheben. Dabei beginnt doch genau jetzt bei uns der grösste und schönste Weihnachtsmarkt. Würde die arme Frau erken- nen, wie toll sie doch ist, würde sie wohl la- chend und fröhlich am Geschehen teilhaben. Sie könnte da einen Glühwein probieren und dort ein nettes Gespräch mit dem Zuckerwat- tenmann führen. Wer weiss, vielleicht wäre sie schon zu Weihnachten nicht mehr allein, was dann zwar nicht mehr so wichtig wäre, da sie ja sich hätte, um glücklich zu sein. D a ich ihr offensichtlich nicht helfen kann, lege ich ihr Schreiben zur Seite und gehe mir eine Tüte heisse Maroni holen. Bestimmt treffe ich da jemanden für ein nettes Gespräch. Wird sie es sein? Ü brigens: Um ihre Anonymität zu wahren, habe ich den Namen «Rebecca» durch «Jessica» ersetzt. Immer eine Aktion Wert www.leimi-haushaltapparate.ch Tauschen Sie jetzt Ihren alten Ge- schirrspüler gegen ein umwelt- schonendes Öko-Bonus-Modell* ein. Denn Sie sparen nicht nur Energie und Wasser, sondern auch CHF 200.–. Jetzt Geschirr- spüler eintauschen und profitieren Tauschen Sie jetzt Ihren alten Geschirr- spüler gegen ein umwelt- schonendes Öko-Bonus Modell*. Denn Sie sparen nicht nur Energie und Wasser, sondern auch CHF 200.–. Jetzt Geschirr- spüler tauschen & profi tieren CHF 200.– * Öko Bonus bis 31.03.2019 * G26845/G16840, G26725/G16720, G26895/ G16890, G26765/G16760, G3525, G3585 Tafel FC Niederwil 1 Stück 1400 x 700 mm Digitalprint voll ächig Kunde: Leimi Haushaltapparate Auftragsbez ichn ng: Tafeln Version: 22.3.2018/CK Farben: 901 schwarz Digitaldruck auf Folie 986 pink CHF 200.–* Öko Bonus bis 18.1.2020 Elektrische Haushaltapparate 5524 Niederwil 056 622 05 02 Verkauf · Montage · Reparatur

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